SCRUM: die Geschichte einer Erfolgsmethode aus Fernost

Die SCRUM Geschichte beginnt damit, dass zwei Wissenschaftler beim Rugby schauen einen Geistesblitz haben.  Wie daraus eine Idee wird, die global erfolgreich ist – das erklären wir in diesem Artikel.

Die SCRUM Geschichte beginnt in Fernost

Die SCRUM Geschichte, oder besser Vorgeschichte, hat Wurzeln in der Japanischen Industrie. Viele Betriebe, besonders zu erwähnen hier der Automobilgigant TOYOTA, arbeiteten seit Mitte des 20. Jahrhunderts mit dem Prinzip des „schlanken Denkens“.

Die Scrum Geschichte beginnt in Japan

Das schlanke Denken zielt dahin ab, alle nicht gewinnbringenden Produktionsprozesse fallen zu lassen. Außerdem wird nicht, wie früher in Europa verbreitet, auf Vorrat produziert sondern nach Bedarf. SCRUM ist als verwand mit der heutigen Just-in-time Logistik.

Diese Rationalisierung des Arbeits- und Forschungsprozesses setzte sich noch stärker in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts durch. Grund war die verstärkte Ressourcenknappheit durch die aufkommende Ölkrise.

In diesem Umfeld entwickelt sich die Idee des SCRUM.

Die Väter von SCRUM

Die Erfinder des SCRUM sind die Japaner Nonaka und Takeuchi. Sie sahen zwei Rugby Teams im sogenannten Scrum. Im Versuch das Rugby-Ei nach vorne zu bewegen, arbeiten Spieler die sonst unterschiedliche Aufgaben auf dem Spielfeld weit entfernt voneinander erledigen, auf engstem Raum zusammen.

Hier ein Video der besten Rugby-Scrums, in dem Sie sehen können, wie die Spieler Schulter an Schulter zusammenarbeiten.

Dieses System haben die beiden auf den Betrieb eines Unternehmens übertragen. Zusammengefasst ist das in ihrer Veröffentlichung aus dem Jahr 1986.

Der SCRUM macht den Sprung über den großen Teich

Knapp 5 Jahre später in den frühen 90ern erreicht das SCRUM System und die japanische Art des Projektmanagements Amerika. Jeff Sutherland und Ken Schwaber sind zwei in diesem Zusammenhang wichtige Namen.

Sie sind die ersten, die die Technik in der Softwareentwicklung anwenden.

Zu dieser Zeit hatten die Softwareentwickler im Silicon-Valley ein Problem.

Viel zu viele Startups und Projekte in größeren Betrieben blieben erfolglos. Nach einer Studie der Standish-Gruppe führten nur 16 % der Unternehmungen zu den erwünschten Ergebnissen.

Nächster Schritt in der SCRUM Geschichte - Kalifornien

Auf der Suche nach einer Lösung für dieses Problem entschieden sich die beiden Unternehmer für SCRUM. Gerade bei Softwareentwicklern ändert sich die Zielsetzung und Marktsituation schnell. Die flexible Struktur von SCRUM Projekten war da von Vorteil:

In SCRUM Teams arbeiten Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fachbereichen. In diesen Teams ist die Kommunikation aufgrund der engen Zusammenarbeit weitaus effizienter. Der Fortschritt des Projekts kann in kleinen wohldefinierten Schritten den sogenannten Sprints gut überwacht werden.

Die SCRUM Theorie entwickelt sich weiter

Ihre Erfahrungen mit SCRUM präsentierten Schwaber und Sutherland 1995 im Object Design and Implementation Workshop. Anschließend entschieden sie sich, zusammen an einem Regelwerk für SCRUM zu arbeiten. Daraus entstand der SCRUM Guide.

Das Agile Manifesto

Der nächste und bis jetzt letzte Punkt der SCRUM Geschichte ist das „Agile Manifesto“, das die Hauptpunkte für SCRUM zusammenfasst:

  • Notwendige Veränderungen zu erkennen und zu implementieren, ist wichtiger als das Festhalten an einem Plan.
  • Kommunikation und Personal sind wichtiger als Equipment.
  • Produktfunktionalität ist wichtiger als eine umfassende Dokumentation.
  • Interaktion mit dem Kunden und Kundenwünschen sind wichtiger als im Vorhinein definierte Projektziele.

Die Entwicklung der SCRUM Geschichte mündete in Guide und Agile Manifesto